Hals­schmer­zen

Hals­schmer­zen

10. August 2018 Selbstmedikation 0

Was hilft bei Hals­schmer­zen?

Halsschmerzen
Hals­schmer­zen sind oft der Vor­bo­te einer Erkäl­tung. Medi­ka­men­te kön­nen allen­falls die Sym­pto­me lin­dern. (Foto: Pixabay; CC0)

Aku­te Hals­schmer­zen sind meist auf Infek­tio­nen der obe­ren Atem­we­ge zurück­zu­füh­ren. In 30–40 % der Fäl­le ver­schwin­den sie inner­halb von drei Tagen und bei 80–90 % der Fäl­le inner­halb einer Woche von allei­ne. Haus­mit­teln wie das Lut­schen von Bon­bons, Trin­ken von Tees oder hei­ßer Zitro­ne, Gur­geln oder Hals­wi­ckel kön­nen als Lin­de­rung emp­fun­den wer­den.

Schnell­über­sicht

Was bei Hals­schmer­zen hilft

  • aku­te Hals­schmer­zen

Ambro­xol (Lutsch­ta­blet­te)

Flur­bi­pro­fen

Ben­zo­cain und Lido­cain

Anti­sep­ti­ka (z. B. Cetyl­py­ri­di­ni­um­chlo­rid, Chlor­he­xi­din, Hexet­idin)

  • star­ke Schluck­be­schwer­den

Ass, Ibu­pro­fen, Par­acet­amol

Stand: 08/2018

Sym­pto­me

Hals­schmer­zen, Krat­zen im Hals und Schluck­be­schwer­den sind typi­sche Begleit­sym­pto­me einer Erkäl­tung. Stär­ke­re Beschwer­den in Ver­bin­dung mit fol­gen­den Begleit­sym­pto­men kön­nen jedoch auf eine bak­te­ri­el­le Man­del­ent­zün­dung hin­deu­ten:

  • geschwol­le­ne und stark gerö­te­te Man­deln mit gelb­li­chem Belag
  • Fie­ber über 38° C
  • Kopf­schmer­zen
  • Abge­schla­gen­heit und Müdig­keit
  • Appe­tit­lo­sig­keit
  • Mund­ge­ruch
  • geschwol­le­ne und schmer­zen­de Hals­lymph­kno­ten

Behand­lung

Die Behand­lung von Hals­schmer­zen zielt in ers­ter Linie dar­auf, die Beschwer­den zu lin­dern und Kom­pli­ka­tio­nen vor­zu­beu­gen. Dies gilt für erkäl­tungs­be­ding­te Hals­schmer­zen eben­so wie für eine Man­del­ent­zün­dung. Eine Ver­kür­zung der Erkran­kungs­dau­er ist ledig­lich im Fal­le einer Man­del­ent­zün­dung durch den Ein­satz von Anti­bio­ti­ka zu errei­chen.

Haus­mit­tel wie das Lut­schen von Bon­bons, Trin­ken von Tees oder hei­ßer Zitro­ne, Gur­geln oder Hals­wi­ckel kön­nen sub­jek­tiv als ange­nehm emp­fun­den wer­den, um die Sym­pto­me zu mil­dern. Auch soll­ten schar­fe Gewür­ze oder Säu­ren gemie­den wer­den.

Ähn­lich wie beim Hus­ten sind die evi­denz­ba­sier­ten Arz­nei­mit­tel­the­ra­pi­en bei Hals­schmer­zen begrenzt (Schnell­über­sicht). Aus­rei­chend nach­ge­wie­sen wur­de die Wir­kung von Schmerz­mit­teln wie Flur­bi­pro­fen und Ibu­pro­fen  sowie lokal betäu­ben­den Mit­teln (Lokal­an­äs­the­ti­ka).

Vor­beu­gung

Die vor­beu­gen­den Maß­nah­men sind im Wesent­li­chen die­sel­ben, wel­che für Erkäl­tungs­krank­hei­ten gel­ten.

Kos­ten

Wirk­stoff­hal­ti­ge Lutsch­ta­blet­ten  gegen Hals­schmer­zen kos­ten zwi­schen 6–9 EUR, wäh­rend anti­sep­ti­sche Gur­gel­lö­sun­gen schnell mit bis zu 10 EUR zu Buche schla­gen. Deut­lich güns­ti­ger sind die klas­si­schen Schmerz­mit­tel (unter 1 — 5 EUR).