Demenz

Demenz

11. August 2018 Selbstmedikation 0

Was hilft gegen Demenz?

Altersvergesslichkeit
In Deutsch­land lei­den über eine Mil­lio­nen Men­schen unter Demenz. Die meis­ten wirk­sa­men Arz­nei­mit­tel sind ver­schrei­bungs­pflich­tig. (Foto: Pixabay; CC0)

(Alzheimer-)Demenz ist bis heu­te nicht heil­bar. Es gibt ver­schie­de­ne Medi­ka­men­te, die den Ver­lust der geis­ti­gen Fähig­kei­ten bei leich­ter und mit­tel­schwe­rer Demenz etwas ver­zö­gern kön­nen. Im Rah­men der Selbst­me­di­ka­ti­on kann der Ver­such unter­nom­men wer­den, das Fort­schrei­ten einer Demenz mit pflanz­li­chen oder che­mi­schen The­ra­peu­ti­ka auf­zu­hal­ten. Die­se Prä­pa­ra­te wer­den auch im Rah­men der nor­ma­len Alters­ver­gess­lich­keit ein­ge­setzt. Die pro­mi­nen­tes­ten Ver­tre­ter sind  Gin­seng­wur­zel, Gink­go, Knob­lauch, DHEA (2‑Dimethylaminoethanol), Pro­cain, Fol­säu­re oder Vit­amin E.

Schnell­über­sicht

Was bei Demenz hilft

  • pflanz­li­che Wirk­stof­fe

Gin­ko

Knob­lauch

Gin­seng

  • che­mi­sche Wirk­stof­fe

Fol­säu­re

DHEA (Dehy­dro­epi­and­ros­te­ron)

Vit­amin E

Sym­pto­me

Mit der Demenz ver­bin­det man in ers­ter Linie mit Ver­gess­lich­keit. Dies ist jedoch nur eine Sei­te der Erkran­kung.

Mit dem Alter las­sen Gedächt­nis­leis­tung und ande­re geis­ti­ge Fähig­kei­ten ganz natür­lich nach. Auch fällt es nicht mehr so leicht, neue Pro­ble­me zu erfas­sen und zu lösen. Im Gegen­satz zur Alz­hei­mer-Demenz ist es aber wei­ter­hin mög­lich, auf das über Jah­re erlang­te Wis­sen zurück­zu­grei­fen. Ori­en­tie­rung, Urteils­fä­hig­keit und Selbst­stän­dig blei­ben erhal­ten. Auch sind Ver­än­de­run­gen der Spra­che und Wesens­ver­än­de­run­gen i. d. R. nicht zu beob­ach­ten.

Eine Demenz muss von einem Arzt dia­gnos­ti­ziert wer­den. Im Rah­men der Sebst­me­di­ka­ti­on sind die Arz­nei­mit­tel ledig­lich zur Stei­ge­rung der Hirn­leis­tung zuge­las­sen.

Behand­lung

Bei einer Demenz ist der Ein­satz nicht-medi­ka­men­tö­ser Behand­lun­gen mög­lich, um eine Ver­zö­ge­rung des Krank­heits­ver­laufs
zu errei­chen. Der Nut­zen von all­tags­na­her kogni­ti­ver Sti­mu­la­ti­on, Musik- oder Aro­ma­the­ra­pie, Tanz, künst­le­ri­sche Beschäf­ti­gung und Ergo­the­ra­pie sind gut belegt. Ein Nut­zen des belieb­ten Gedächt­nis­trai­nings ist aller­dings nicht belegt. Im Rah­men der Selbst­me­di­ka­ti­on in Gin­ko die bekann­tes­te und lei­der nicht güns­ti­ge Behand­lungs­op­ti­on.

Gin­ko bilo­ba

Gink­go­prä­pa­ra­te sind pflanz­li­cher Her­kunft. Sie wer­den aus dem Gink­go-bilo­ba-Baum gewon­nen. Gin­ko för­dert die Durch­blu­tung und kann die Ner­ven­zel­len schüt­zen. Bei Demenz-Erkran­kun­gen kann die Ärz­tin oder der Arzt die­se Prä­pa­ra­te auch zu Las­ten der Kan­ken­ver­si­che­rung ver­schrei­ben.

Men­schen mit leich­ter oder mit­tel­schwe­rer Alz­hei­mer-Demenz, die Gink­go in der höchs­ten geprüf­ten Dosie­rung (240 mg pro Tag) ein­neh­men, kön­nen nach der­zei­ti­ger Stu­di­en­la­ge all­täg­li­che Ver­rich­tun­gen wie Haus­halts­ar­bei­ten oder Kör­per­pfle­ge wie­der bes­ser bewäl­ti­gen. Auch kann Gin­ko die Gedächt­nis­leis­tung ver­bes­sern und psy­chi­sche Beschwer­den lin­dern könn­te.

Gink­go ist ins­ge­samt recht gut ver­träg­lich. Mög­lich sind jedoch Magen­be­schwer­den oder Kopf­schmer­zen. Auch soll­test Du mit Dei­nem Arzt oder Apo­the­ker über mög­li­che Wech­sel­wir­kun­gen mit blut­ver­dün­nen­den Medi­ka­men­ten spre­chen.

Knob­lauch und Fol­säu­re

Für Knob­lauch und Fol­säu­re gibt es Hin­wei­se zur Wirk­sam­keit bei alters­be­ding­ter Ver­gess­lich­keit. 

Knob­lauch­prä­pa­ra­te schei­nen ins­be­son­de­re bei For­men zu wir­ken, deren Ursa­che eine schlech­te­re Durch­blu­tung dar­stellt.  Fol­säu­re hin­ge­gen scheint der abneh­men­den Hirn­leis­tung gene­rell ent­ge­gen wir­ken zu kön­nen.

Vor­beu­gung

Das bes­te Mit­tel der alters­be­ding­ten Ver­gess­lich­keit vor­zu­beu­gen ist ein gesun­der Lebens­stil. Die­ser setzt sich bekann­ter­wei­se aus meh­re­ren Fak­to­ren zusam­men:

  • gesun­de, abwechs­lungs­rei­che Ernäh­rung
  • regel­mä­ßi­ge Bewe­gung
  • regel­mä­ßi­ge geis­ti­ge Akti­vi­tät
  • sozia­le Kon­tak­te

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